!!! Achtung gefährlich. Der Saft des Riesenbärenklaus führt auf der Haut zu Verätzungen, wenn das Sonnenlicht auf die Haut fällt.

Erhebliche Anstrengungen haben wir seit 2007 bei der Bekämpfung des Riesenbärenklaus in Bad Oldesloe und Umgebung unternommen.  Zunächst arbeitete eine Gruppe des Ausbildungsverbunds Stormarn-Lauenburg mit 4 – 7 jugendlichen 1-€-Kräften, die unter Anleitung die Samenstände vernichteten und die Pflanzen abmähten und ausgruben. Die Zusammenarbeit mit dieser Gruppe war gut und die Jugendlichen ließen sich zeiweise gut motivieren und haben im Raum Bad Oldesloe einiges erreicht. Ab 2011 müssen wir die Bekämpfung aber in Absprache mit der Stadt Bad Oldesloe überwiegend ehrenamtlich leisten. Bei großen Beständen werden im Sommer und Herbst die Samenstände gekappt und eingesammelt, kleinere Bestände werden durch Ausgraben bekämpft, mehrere ehemalige Standorte brauchen nur noch ein Mal im Jahr kontrolliert werden. Bis 2016 hatten wir die Bestände so weit reduziert, dass mit Ausnahmne eines großen Bestandes am Brenner Moor nur noch ausnahmsweise Pflanzen zur Blüte kamen. Für die Bekämpfung am NSG Brenner Moor konnten wir Landesmittel einwerben, mit denen eine Gartenbaufirma bezahlt wurde, die den größten Teil des Bestandes ausgegraben hat. Wenn 2017 noch einmal Landesmittel zur Verfügung gestellt werden, kann auch dieser Standort so weit reduziert werden, dass wir die Nachsorge ehrenamtlich leisten können. Für die Bekämpfung an anderen größeren Standorten hat die Stadt Bad Oldesloe Mittel bereitgestellt.

Dies ist die Bilanz der Bekämpfung in den letzten 10 Jahren: Insgesamt sind uns 66 Standorte in und um Bad Oldesloe bekannt geworden, 6 mit über 10.000 Pflanzen, 8 mit 1.000 - 10.000, 21 mit 100 - 1.000 und 31 mit unter 100 Pflanzen bei der ersten Bekämpfung. 2016 gab es davon noch 4 Standorte mit über 1.000, 7 mit 100 - 1.000 und 14 mit unter 100 Pflanzen. Die übrigen 41 Standorte sind inzwischen sauber, müssen aber z.T. noch gelegentlich nachkontrolliert werden.   

Leider werden ab und zu auch noch neue Standorte gemeldet. Wichtig ist, dass uns auch versteckte Vorkommen bekannt werden, damit wir das Aussamen verhindern können. In vielen Städten und Gemeinden des Kreises gibt es Ansprechpartner, die mit der Riesenbärenklau-Bekämpfung vertraut sind.

Ansprechpartner für Bad Oldesloe ist Klaus Graeber, Tel. 04531 7720, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


In Zukunft könnte uns auch die Beifuß-Ambrosie Sorgen bereiten, denn Ihre Pollen können heftige Allergien auslösen. Da diese Pflanze erst im August/September blüht, verlängert sie die Leidenszeit der Pollenallergiker. Bisher gibt es nur wenige Funde und wir hoffen, dass es gelingt, eine Ausbreitung dieser Pflanze in Stormarn zu verhindern.




 

Letzte Überarbeitung Februar 2017